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Prix des lycéens allemands

Kür des beliebtesten französischen Jugendbuchs im Rahmen des Prix des lycéens allemands am Deutsch-französischen Tag am Hochfranken-Gymnasium
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 im Rahmen des Oberstufenkurses Französisch ein halbes Jahr intensiv mit vier Neuerscheinungen auf dem französischen Buchmarkt auf Französisch beschäftigt hatten, bot der Deusch-französische Tag den besten Anlass, um nach der genauen Lektüre und vielen angeregten Debatten nun den Schulsieger zu küren. Dabei folgt der Prix des lycéens allemands, der eine Initiative des Institut français Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Ernst Klett Verlag ist, dem französischen Vorbild des Prix Goncourt des lycéens. So lasen die frankophilen Oberstufenschüler im Vorfeld vier Jugendbücher, die sowohl stilistisch als auch thematisch doch sehr unterschiedlich waren. Anschließend ging es darum, die Leseeindrücke auf Französisch zu teilen und die Präsentationen für den Tag des Schulentscheids vorzubereiten und sich für sein Lieblingsbuch zu entscheiden. So erlebte das Hochfranken-Gymnasium am 22. Januar 2019 nicht nur eine Premiere, als vor den Französischlernenden der 9. und 10. Klassen zunächst der Inhalt und die Vorzüge der einzelnen Jugendbücher vorgestellt wurden, sondern zugleich wirklich abwechslungsreiche, kreative und spannende Präsentationen. So konnte man sich in die Probleme der Tochter einer Prostituierten in Jo Witeks Roman „Une fille de…“ einfühlen, bei der nur mit Hilfe von Emojis zusäztlich verbildlichten Geschichte eines von seinen Eltern im Wald ausgesetzten japanischen Jungen mitfiebern bei der Präsentation von Éric Pessans Jugendbuch „Dans la forêt de Hokkaido“, wobei man nur darauf hoffen kann, dass Julie, eine französische Jugendliche, die in seinen Träumen immer wieder Kontakt mit dem Jungen aufnimmt, doch noch einen Weg findet, ihn zu retten. Wiederum viel Anlass zum Schmunzeln lieferte die sehr humorvoll erzählte Detektivgeschichte „Un détective très, très, très spécial“ von Romain Puértolas, die letztendlich mit ihrem an Trisomie 21 erkrankten Ausnahmehelden vielmehr als nur eine einfache Detektivgeschichte ist. Dazu hielt die Gruppe, die sich intensiv mit diesem Werk auseinandergesetzt hatte, nicht nur einen witzigen „Erklärfilm“ bereit, der die Handlung vermittelte, sondern sogar viele der Rätsel und Experimente, um diese selbst zu lösen oder auszuprobieren. Mit der harten Realität von Obdachlosen wurden die Zuhörer am Ende der Präsentationen konfrontiert, als die Expertengruppe für Ahmed Kalouaz‘ Roman „La maraude“ nicht nur schockierende Bilder aus Paris zeigte, sondern in der szenischen Darstellung der Handlung in Form von Figurenbiographien aus dem Roman auch tragische Lebensgeschichten von Obdachlosen vor Augen führte. Der Höhepunkt der Veranstaltung stand aber noch bevor, denn in einer Abschlussdebatte legten vier Repräsentanten nochmals die Vorzüge und Nachteile der Bücher offen, um schließlich allen Zuhörern die Entscheidung des Kurses mitzuteilen, die auf das ein Tabuthema aufgreifende Jugendbuch „Une fille de…“ fiel. Die Wahl dieses Romans zum Lieblingsbuch gilt es demnächst am 21. Februar in München vor den Teilnehmern anderer Schüler auszudiskutieren, wo anschließend das bayerische Lieblingsbuch gewählt wird. Der Bundesentscheid, der die Frage nach dem endgültigen Sieger klärt, auf den dann ein Preisgeld von 5.000 Euro wartet, findet im März auf der Buchmesse in Leipzig statt. Es bleibt also spannend, welches französische Jugendbuch sich letztendlich durchsetzen wird. Die Französischschüler der Oberstufe hatten aber im Rahmen des Projekts zumindest schon einmal viel Spaß an aktueller, guter Jugendliteratur aus Frankreich.

Kathrin Mauckner, 2019-01-24 19:36:20

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