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"Faust" für die Schule

In den Genuss einer „Faust“-Inszenierung der ganz besonderen Art kamen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, als Ekkehart Voigt mit seinem Solostück an unsere Schule kam. Die Besonderheit seiner Bühnenfassung besteht nämlich darin, dass die Schülerinnen und Schüler die Rolle von Aspiranten der „Schule für Höhere Teufelei“ zugewiesen bekommen und vorgeblich Grundlagen für die gehobene Teufelslaufbahn erwerben sollen. Dazu werden sie unter anderem in die Kunst der Menschenführung eingeführt, um nach dem Vorbild von Mephisto Menschen zu manipulieren.
Dieses ungewöhnliche Szenario sorgte dafür, dass sich einige Schülerinnen und Schüler nach eigener Aussage regelrecht gruselten, von der Angst einflößenden Atmosphäre verstört waren und sich erst im Laufe des Stücks – oder auch gar nicht – mit ihrer aktiven Rolle anfreunden konnten. Allerdings gelang es Ekkehart Voigt auf diese Weise auch, durchweg die Aufmerksamkeit seines jungen Publikums zu gewinnen. Denn immer wieder wurden unvermittelt Einzelne einbezogen, indem der Schauspieler durch die Reihen ging, um Fragen zu stellen oder umzusetzen, oder sie sogar auf die Bühne holte, wo sie dann vor aller Augen den Anweisungen des „Lehrmeisters“ folgen sollten. Einige empfanden diese Art des Theaters aus diesem Grund als ziemlich nervenaufreibend und ein Teil des Publikums hätte auf diese unangenehmen Situationen lieber verzichtet. Beeindruckend war aber für alle, wie der Schauspieler mühelos von einer Rolle in die nächste schlüpfte, und viele erklärten anschließend, dass der ungewöhnliche Zugang ihnen geholfen hat, den anspruchsvollen Originaltext besser zu verstehen, und sie einen neuen Zugang zu Goethes „Faust“ gewonnen haben.

Kurs Q11/2, Dr. N. Braun, 2018-11-24 19:05:18

17.12.

Elternversammlung 9. Klassen

21.12.

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