Home > Unterricht > MINT-Fcher > Ingenieurwissenschaften

Ingenieurwissenschaften

Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Hof?
Du interessierst dich für Physik und bist technisch begabt? - Dann wäre vielleicht ein Ingenieurwissenschaft-Studium was für dich! Über dieses Thema referierte Prof. Dr. Michael Nase, Professor für Kunststofftechnologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof. Der Vortrag fand im Rahmen des P-Seminars statt und sollte insbesondere einen Einblick in das Hochschulleben in Hof geben. Zu Beginn des Vortrags stellte sich der Referent kurz vor. Er studierte Ingenieurwissenschaften in Halle und ist seit 2014 an der Hochschule Hof angestellt. Zum Thema Studium riet er uns, aus Leidenschaft und eigenem Willen zu wählen und sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen. Im Folgenden ging er auf die verschiedenen Berufsfelder im Bereich der Ingenieurwissenschaften ein, er begann mit der Anwendungstechnik, kurz AWT. Ein Anwendungstechniker ist für die Fertigungs-, Methoden-Planung und Kostenkalkulation von neuen bzw. verbesserten Industrieprodukten zuständig. Darüber hinaus ist er häufig auch sehr viel unterwegs, meistens innerhalb von Europa, manchmal aber auch weltweit. Aufgrund dessen ist er nur selten länger Zuhause, was ein Familienleben deutlich erschweren kann. Mit einem Bruttogehalt von anfangs 50.000 - 60.000, das aber nach oben offen ist, besteht ein gewisser Ausgleich. Auch das Berufsfeld Entwicklung, indem er selbst nach seinem Studium tätig war, stellte Herr Prof. Dr. Nase vor. In der Entwicklung ist sogar mit einem Einkommen zwischen 60.000 und 65.000 (Brutto) zu rechnen. Des Weiteren gibt es den Bereich des Produktionsleiters, welcher für die Herstellung der gewünschten Produkte verantwortlich ist, wobei sich stets an die geltenden Normen gehalten werden muss. Das Bruttogehalt steigt hier auf 70.000 bis 80.000 an. Nach der Produktion muss die Ware natürlich auch noch verkauft werden, dies fällt in den Zuständigkeitsbereich des technischen Vertriebs, wofür ein Wirtschaftsingenieurwissenschaft-Studium von Nöten ist. Gehaltsmäßig liegt er mit 40.000- 45.000 am niedrigsten. Nicht zu vergessen ist das Qualitätsmanagement. Hierbei werden vor allem die Zertifikate für die Produkte angefertigt, welche letztendlich regelkonform verkauft werden können. Mit 50.000 (Brutto) im Jahr, bewegt man sich eher im unteren Bereich der Branche. Allerdings ist zu erwähnen, dass eine eigene Familie in diesem Job aufgrund von geregelten Arbeitszeiten durchaus vorstellbar ist. Die Regelstudienzeit beträgt dabei, egal welches Berufsfeld man anstrebt, zehn Semester. Wer nun also in Erwägung zieht Ingenieurwissenschaften zu studieren und gleichzeitig seine Heimat nicht verlassen möchte, findet mit der Hochschule Hof die richtige Anlaufstelle. Neben der sehr familiären Atmosphäre, die derzeit von 3.500 Studenten genutzt wird, erwähnte Prof. Dr. Nase auch, dass es sich um eine sehr moderne Einrichtung handelt, die zudem mehrere Alleinstellungsmerkmale aufweist. In Zusammenarbeit mit dem digitalen Gründerzentrum Einstein1, bietet die Hochschule jungen Unternehmern Unterstützung bei der Neugründung eines Unternehmens bzw. eines Start-ups. Außerdem ist sie auch mit ihren vier Forschungsinstituten (Informationssysteme/Materialwissenschaften/Wasser- und Energiemanagement/Biopolymerforschung) ziemlich gut aufgestellt. Besonders sympathisch für Studenten ist die modulare Aufbauweise, die Wiederholungen, aufgrund von schlechten Leistungen, in manchen Fächern möglich macht und somit nicht gleich das Aus des Studiums vor der Tür steht.
Abschließend thematisierte Nase, anhand von zwei Beispielaufgaben, sein Fachgebiet - die Kunststofftechnologie. Die erste Aufgabe bestand darin eine Easy-Tear-Folie, also einen Kunststoff herzustellen, der sich auch ohne Kerbe leicht linear einreißen lässt. Hierdurch könnte das allseits bekannte Problem der schwer einzureißenden Ketchup-Tüte gelöst werden. In der zweiten Aufgabe musste eine Modellvorstellung einer thermochromen Folie entwickelt werden. Diese Art von Folie zeigt durch Verfärbung eine Unterbrechung in der Kühlkette an. Die Entwicklung ist ein hochkomplexer Prozess und zusätzlich muss das Verpacken im Schwarzlicht stattfinden.
Wenn du dich eben solchen Herausforderungen gewachsen fühlst und die nötigen Interessen mitbringst, würde sich die Hochschule Hof über einen weiteren Studenten im Bereich Ingenieurwissenschaften freuen.

von Isabell Kleisinger und David Ruckdeschel, Q11

2020-02-10 12:12:19

24.02. - 28.02.

Faschingsferien

03.03.

Tag der offenen Tür für neue 5.

Mehr anzeigen ...